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VAULT/ALLTAG/26-08-17_ADHS_Folge1.md
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VAULT/ALLTAG/26-08-17_ADHS_Folge1.md
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Das geschilderte Muster passt sehr gut zu den realen, oft unsichtbaren Funktionsbeeinträchtigungen einer ADHS im Erwachsenenalter – einschließlich der Erschöpfung durch dauernde Selbstkontrolle, Schwierigkeiten mit Zeit, Ordnung und Arbeitsgedächtnis sowie möglicher Angst nach jahrelanger Kritik. Es ist weder ein Mangel an Intelligenz noch eine Frage von Willenskraft; es geht vor allem um eine anders regulierte Steuerung von Aufmerksamkeit, Motivation, Impulsen, Emotionen und Handlungsbeginn.
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Wichtig vorweg: Eine Beschreibung kann keine individuelle medizinische Beurteilung ersetzen. Aber sie kann erklären, warum „Mach doch einfach eine Liste“ für jemanden mit ADHS nicht wie Unterstützung, sondern wie eine Wiederholung alter Beschämung klingen kann.
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## Was ADHS im Kern bedeutet
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ADHS ist eine neuroentwicklungsbedingte Störung. Die klassischen diagnostischen Bereiche sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität; bei Erwachsenen kann Hyperaktivität eher als innere Unruhe, Gedankendruck oder dauerndes „An“-Sein erscheinen statt als sichtbares Herumlaufen. Für eine Diagnose müssen die Symptome seit der Kindheit bestehen, in mehreren Lebensbereichen auftreten und zu spürbaren Beeinträchtigungen führen. [nimh.nih](https://www.nimh.nih.gov/health/publications/attention-deficit-hyperactivity-disorder-what-you-need-to-know)
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Das zentrale Missverständnis lautet oft: „Menschen mit ADHS können sich nicht konzentrieren.“ Treffender wäre:
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> Menschen mit ADHS können ihre Aufmerksamkeit oft nicht zuverlässig, willentlich und situationsgerecht steuern.
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Sie können sich unter Umständen sehr intensiv konzentrieren – etwa bei einem spannenden Hobby, einer kreativen Aufgabe, einem Notfall oder einer Sache mit unmittelbarer Belohnung. Das heißt aber nicht, dass sie dieselbe Steuerung für Routine, Papierkram, Aufräumen, Termine oder ein langes Gespräch abrufen können. Es ist keine fehlende Fähigkeit zur Aufmerksamkeit, sondern ein Problem mit ihrer **Regulation** und Zuteilung.
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ADHS hängt wahrscheinlich stark mit genetischen Einflüssen zusammen; Forschende untersuchen außerdem Unterschiede in Gehirnentwicklung und Neurobiologie. Es ist keine Folge von Faulheit, schlechter Erziehung oder mangelndem Charakter. [nimh.nih](https://www.nimh.nih.gov/health/publications/attention-deficit-hyperactivity-disorder-what-you-need-to-know)
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## Der unsichtbare Teil: Exekutive Funktionen
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Viele der beschriebenen Erfahrungen lassen sich über sogenannte exekutive Funktionen verstehen. Das sind Steuerungsfunktionen, mit denen das Gehirn Verhalten plant, beginnt, bremst, organisiert, überwacht und anpasst.
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Das kann man sich wie die Projektleitung des Gehirns vorstellen. Die Projektleitung muss nicht nur wissen, *was* zu tun ist. Sie muss auch entscheiden, *wann* sie anfängt, in welcher Reihenfolge, wie lange sie dabeibleibt, was gerade wichtiger ist, wann sie aufhört und wie sie nach einer Unterbrechung wieder einsteigt.
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Bei ADHS kann das Wissen vollständig vorhanden sein, während die Umsetzung nicht stabil verfügbar ist.
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| Alltagserfahrung | Wahrscheinliche ADHS-bezogene Funktion dahinter | Warum „einfach machen“ nicht greift |
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| Zu spät kommen | Zeitwahrnehmung, Übergänge, Planung, Priorisierung | Die Zeit wird nicht zuverlässig „gefühlt“; der Wechsel von einer Tätigkeit zur nächsten kann blockieren |
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| Dinge vergessen | Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeitswechsel | Eine Information kann verschwinden, sobald etwas Neues Aufmerksamkeit bindet |
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| Wohnung wird schnell wieder unordentlich | Organisation, Kategorisierung, Aufgabeninitiierung, Aufrechterhaltung von Routinen | Einmaliges Putzen schafft keinen automatisch tragfähigen Ablauf für die vielen kleinen Folgehandlungen |
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| Listen nicht nutzen | Meta-Organisation und Arbeitsgedächtnis | Das Problem ist oft gerade, daran zu denken, die Liste zu öffnen, sie zu pflegen und dann nach ihr zu handeln |
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| Kalender nicht zuverlässig beachten | Prospektives Gedächtnis und Reizpriorisierung | Ein Eintrag ist nur hilfreich, wenn er zum richtigen Zeitpunkt bemerkt, verstanden und in Handlung übersetzt wird |
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| Unterbrechungsdrang oder Satz zu Ende wissen | Impulskontrolle, schnelles assoziatives Denken | Der Gedanke kommt schnell, aber das Innehalten braucht aktive Bremsarbeit |
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| Zeichnen beim Telefonieren | Selbstregulation des Erregungsniveaus | Eine parallele, leichte Aktivität kann helfen, genug Aktivierung zum Zuhören zu halten |
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Exekutive Funktionen sind eng mit Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Inhibition, Flexibilität und Emotionsregulation verbunden. Genau diese Bereiche werden in der ADHS-Forschung als relevant beschrieben. [pmc.ncbi.nlm.nih](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9821724/)
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## Erklärung der geschilderten Situationen
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### „Ich habe keine Wahl, meine Konzentration zu steuern“
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Das ist wahrscheinlich der Kern der ganzen Beschreibung. Aufmerksamkeit funktioniert bei ADHS oft nicht nach dem Prinzip „wichtig = leicht abrufbar“, sondern stärker nach „interessant, neu, dringend, emotional relevant oder unmittelbar belohnend = leichter abrufbar“.
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Ein wichtiger, aber langweiliger Brief kann daher nahezu unüberwindbar wirken. Ein spannendes Projekt kann dagegen zu einem stundenlangen Hyperfokus führen. Der Hyperfokus widerlegt die ADHS nicht; er zeigt gerade die Schwierigkeit, den Aufmerksamkeitsmodus bewusst umzuschalten oder zu beenden.
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Deshalb kann jemand sehr kompetent, kreativ und belastbar sein und trotzdem an vermeintlich kleinen Dingen scheitern: E-Mails beantworten, einen Müllbeutel runterbringen, rechtzeitig losgehen, Wäsche sortieren oder einen Termin tatsächlich wahrnehmen.
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### „Ich bin nicht pünktlich, obwohl ich es wirklich will“
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Pünktlichkeit erfordert eine Kette mehrerer Funktionen:
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- Realistisch einschätzen, wie viel Zeit eine Tätigkeit braucht.
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- Die Zeit bis zum Aufbruch fortlaufend mitdenken.
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- Den Übergang in die Vorbereitung rechtzeitig beginnen.
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- Unterbrechungen verhindern oder wieder zurückfinden.
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- Einschätzen, dass Anziehen, Schlüssel suchen, Weg zur Bahn, Verspätung und Ankommen ebenfalls Zeit brauchen.
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- Eine aktuelle Tätigkeit stoppen, selbst wenn sie gerade interessant oder unfertig ist.
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Das kann bei ADHS durch „Zeitblindheit“ beeinträchtigt sein: Nicht im Sinn einer fehlenden Uhrzeitkenntnis, sondern als Schwierigkeit, Zeit innerlich verlässlich abzubilden. „Ich gehe gleich los“ kann sich subjektiv ehrlich anfühlen, obwohl die Zeitplanung objektiv nicht aufgeht.
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Das ist auch der Grund, warum Scham häufig nichts verbessert. Scham erhöht Stress, und Stress verschlechtert genau die Steuerungsfunktionen, die für Planung und Übergänge nötig sind.
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### „Ich vergesse ständig Sachen“
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Vergessen bei ADHS ist nicht zwangsläufig ein Problem des Langzeitgedächtnisses. Häufiger ist es ein Problem des Arbeitsgedächtnisses und des prospektiven Gedächtnisses.
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- Das **Arbeitsgedächtnis** hält Informationen kurzfristig aktiv: „Ich gehe in die Küche, um Wasser zu holen.“
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- Das **prospektive Gedächtnis** erinnert daran, später etwas zu tun: „Wenn ich nach Hause komme, muss ich die Post öffnen.“
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Kommt auf dem Weg zur Küche ein Geräusch, eine Nachricht, ein Gedanke oder eine andere Aufgabe dazwischen, kann die ursprüngliche Absicht aus dem aktiven Gedächtnis fallen. Sie ist nicht absichtlich ignoriert worden; sie war in dem Moment schlicht nicht mehr präsent.
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Das erklärt auch, warum „Schreib es auf“ zwar als äußere Gedächtnisstütze sinnvoll sein *kann*, aber nicht als vollständige Lösung taugt. Auch das Aufschreiben selbst, das Wiederfinden der Notiz, das Öffnen der App, die Interpretation und der Handlungsstart brauchen Exekutivfunktionen.
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### „Todo-Listen und Kalender machen mich fast aggressiv“
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Diese Reaktion ist nachvollziehbar, besonders wenn sie eine lange Vorgeschichte hat. Objektiv können Kalender, Erinnerungen oder Listen hilfreiche Hilfsmittel sein. Emotional kann der Satz aber etwas völlig anderes transportieren:
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- „Du hast dich nicht genug angestrengt.“
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- „Dein Problem ist doch banal.“
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- „Wenn du es nicht schaffst, bist du selbst schuld.“
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- „Ich glaube dir nicht, dass du bereits alles versucht hast.“
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Jemand mit ADHS hat oft nicht *keine* To-do-Listen ausprobiert, sondern möglicherweise Dutzende Systeme: Papierlisten, Apps, Kalender, Widgets, Notizzettel, Whiteboards, Erinnerungen, Pomodoro, Kanban, Habit Tracker und so weiter. Das Problem war dann nicht mangelnde Einsicht, sondern dass das System zu viele wiederkehrende Selbststeuerungsleistungen verlangte.
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Eine hilfreiche Reaktion wäre eher: „Welche Erinnerungssysteme funktionieren bei dir in guten Phasen tatsächlich – und woran scheitern sie in schlechten Phasen?“ Das behandelt die Person als Expert*in ihres Alltags statt als jemand, der nur einen offensichtlichen Trick übersehen habe.
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### „Reiß dich doch mal zusammen“
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Dieser Satz trifft oft besonders hart, weil viele Erwachsene mit ADHS sich bereits ständig zusammenreißen – nur ist diese Arbeit von außen kaum sichtbar.
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Das beschriebene „nicht unterbrechen, obwohl ich den Satz längst kenne“ ist ein gutes Beispiel. Es kann erheblichen inneren Aufwand kosten,
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- die spontane Antwort zurückzuhalten,
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- die eigene Ungeduld zu regulieren,
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- den Gedankengang der anderen Person weiter zu verfolgen,
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- nicht abzuschweifen,
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- sozial passend zu reagieren,
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- die eigene Körpersprache und Mimik zu kontrollieren.
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Von außen sieht man dann vielleicht nur eine Person, die „still zuhört“. Innen kann es sich anfühlen wie dauerhaftes Bremsen bei hoher Geschwindigkeit. Das ist keine Kleinigkeit, sondern Masking bzw. Kompensation: Verhalten wird an soziale Erwartungen angepasst, oft auf Kosten von Energie, Selbstwert oder späterer Erschöpfung.
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Wenn diese unsichtbare Leistung mit „Reiß dich zusammen“ beantwortet wird, wird nicht nur das aktuelle Problem verkannt. Es wird auch die bereits investierte Anstrengung entwertet.
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### „Ich male beim Telefonieren, sonst höre ich nicht zu“
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Das kann eine funktionale Selbstregulationsstrategie sein. Eine leichte zweite Beschäftigung – kritzeln, gehen, etwas in den Händen halten, stricken, aufräumen oder ein einfaches Spiel spielen – kann bei manchen Menschen mit ADHS helfen, das Aktivierungsniveau so zu regulieren, dass Zuhören überhaupt möglich bleibt.
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Das klingt zunächst paradox: Wie kann Nebenbeschäftigung die Aufmerksamkeit verbessern?
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Bei monotonen oder passiven Situationen kann das Gehirn zu wenig stimuliert sein. Dann driften Gedanken ab. Eine einfache motorische Zusatzaufgabe liefert gerade genug Reiz, damit ein Teil des Systems gebunden ist und der andere Teil besser beim Gespräch bleiben kann. Entscheidend ist, dass die Nebenaufgabe nicht selbst so anspruchsvoll wird, dass sie das Gespräch verdrängt.
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Das Beispiel ist daher nicht zwingend Unhöflichkeit oder Desinteresse. Es kann ein selbst entwickelter Ausgleich für eine Aufmerksamkeitsregulationsschwierigkeit sein.
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### „Die Wohnung sieht schnell wieder schlimm aus“
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ADHS-bedingte Unordnung bedeutet nicht automatisch, dass jemand keinen Wert auf Sauberkeit legt oder sich nicht bemüht. Gerade Menschen, die sich sehr schämen, führen oft besonders intensive, erschöpfende Aufräumaktionen durch – kurz bevor Besuch kommt, nach einer Krise oder wenn der innere Druck unerträglich wird.
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Das Problem liegt häufig in der Differenz zwischen einem großen Projekt und der täglichen Aufrechterhaltung:
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- Dinge nach Benutzung wieder zurücklegen.
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- Gegenstände kategorisieren.
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- Entscheiden, was behalten, spenden oder entsorgen wird.
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- Angefangene Tätigkeiten abschließen.
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- Kleine Unordnung früh bemerken.
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- Mehrere Zwischenschritte einer Routine in sinnvoller Reihenfolge ausführen.
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- Nach einer Unterbrechung zurückkehren.
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Wenn jede dieser Mini-Handlungen bewusst Kraft kostet, kann ein Raum sehr schnell wieder unübersichtlich werden. „Einfach nach jeder Benutzung wegräumen“ ist für manche Menschen ein fast automatischer Impuls; bei ADHS muss dieser Impuls oft aktiv hergestellt werden – zigmal am Tag.
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Dass begonnen wurde, Dinge radikal zu reduzieren, festen Orten zuzuweisen und das Aufräumen systematischer zu gestalten, ist deshalb sehr sinnvoll. Das verändert nicht die ADHS, reduziert aber die Anzahl der Entscheidungen und die Belastung des Arbeitsgedächtnisses. Es ist ein Beispiel für eine passende Umweltanpassung statt Selbstbestrafung.
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### „Ich putze mich kaputt, damit Canasta stattfinden kann“
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Hier treffen mehrere Dinge zusammen: soziale Erwartungen, Scham, Perfektionismus, soziale Angst und die reale Mehrarbeit durch ADHS.
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Wenn Freund*innen sagen oder vermitteln, es sei „immer noch nicht gut genug“, wird aus einem Spieleabend eine Leistungsprüfung: Die Wohnung wird zum Beweis, ob man ein „richtiger“ Erwachsener, ein guter Gastgeber oder ausreichend diszipliniert ist. Das kann dazu führen, dass Aufräumen nicht mehr als praktische Tätigkeit erlebt wird, sondern als existenziell aufgeladene Abwehr von Kritik.
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Das kostet viel Energie und kann dazu führen, dass man soziale Kontakte vermeidet – obwohl man die Menschen und den Abend eigentlich mag. Eine freundlichere, realistische soziale Grenze könnte etwa lauten:
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> „Ich freue mich, dass ihr kommt. Die Wohnung ist bewohnbar, aber nicht perfekt. Wenn das für euch nicht okay ist, können wir auch bei jemand anderem spielen oder uns außerhalb treffen.“
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Das ist keine Ausrede. Es ist eine transparente Grenze gegen die Erwartung, vor jeder sozialen Begegnung eine kräftezehrende Leistungsprüfung bestehen zu müssen.
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## Warum daraus Angst entstehen kann
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ADHS verursacht nicht automatisch eine Angststörung. Aber die Lebensbedingungen, die aus einer unbehandelten oder spät erkannten ADHS entstehen können, erhöhen nachvollziehbar die Belastung: wiederholtes Scheitern trotz Anstrengung, Kritik, Konflikte, Fristdruck, chaotische Situationen, soziale Zurückweisung und ein beschädigtes Selbstbild.
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Wenn jemand über Jahre hört:
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- „Du bist zu faul.“
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- „Du bist nicht zuverlässig.“
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- „Du könntest das doch, wenn du nur wolltest.“
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- „Warum kriegst du so etwas Einfaches nicht hin?“
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- „Du bist nicht gut genug.“
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dann kann das Gehirn lernen, alltägliche Anforderungen als Gefahr zu bewerten. Ein Termin ist dann nicht nur ein Termin, sondern eine mögliche neue Beschämung. Eine Nachricht ist nicht nur eine Nachricht, sondern womöglich ein Vorwurf. Besuch ist nicht nur Besuch, sondern die Prüfung der Wohnung. Das ist ein plausibler Weg, auf dem sich dauerhafte Anspannung, Vermeidung, Grübeln und Angst entwickeln können.
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Bei Erwachsenen mit ADHS sind Schwierigkeiten mit Emotionsregulation deutlich häufiger als bei Vergleichsgruppen ohne ADHS-Symptome. Sie hängen mit Symptomschwere, exekutiven Funktionen und psychischen Begleiterkrankungen zusammen. [pmc.ncbi.nlm.nih](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9821724/)
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Der Begriff „Rejection Sensitive Dysphoria“ wird online häufig benutzt, um starke Schmerz- und Alarmreaktionen auf wahrgenommene Kritik oder Zurückweisung zu beschreiben. Es ist jedoch keine eigenständige offizielle Diagnose in DSM oder ICD. Das zugrunde liegende Erleben – Kritik als außergewöhnlich intensiv, überwältigend oder beschämend zu erfahren – ist trotzdem real und kann mit ADHS, früheren Erfahrungen, Angst, Depression oder anderen Belastungen zusammenhängen. Fachlich ist es hilfreicher, über Emotionsregulation, Zurückweisungserfahrungen, Selbstwert und konkrete Angstmechanismen zu sprechen als sich allein auf ein populäres Label zu verlassen. [pmc.ncbi.nlm.nih](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9821724/)
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## Warum Ritalin helfen kann – und nicht alles lösen muss
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Ritalin Adult enthält Methylphenidat, ein Stimulans. Die deutsche S3-Leitlinie nennt Methylphenidat, Amphetamine beziehungsweise Lisdexamfetamin, Atomoxetin und Guanfacin als mögliche medikamentöse Behandlungsoptionen, wenn eine medikamentöse Behandlung angezeigt ist. Die konkrete Wahl muss mit der behandelnden Fachperson getroffen werden und berücksichtigt Symptomlast, Begleiterkrankungen, persönliche Präferenzen und Lebensumstände. [register.awmf](https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-045l_S3_KF_Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit%C3%A4tsstoerung-ADHS-Kinder-Jugendliche-Erwachsene_205-05.pdf)
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Wenn ein Medikament hilft, kann es zum Beispiel erleichtern,
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- bei einer Aufgabe zu bleiben,
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- einen Gedankensprung nicht sofort zu verfolgen,
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- einen inneren Abstand vor impulsivem Handeln zu spüren,
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- eine Aufgabe überhaupt anzufangen,
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- bei Kritik nicht ganz so schnell emotional überflutet zu werden,
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- externe Strategien erstmals zuverlässig genug anzuwenden.
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Aber Medikamente löschen keine Lernbiografie aus Jahrzehnten. Sie reparieren nicht automatisch Scham, Angst, Konfliktmuster, Selbstwertverletzungen oder die Frage, wie eine Wohnung und ein Alltag mit möglichst wenig Reibung organisiert werden können. Deshalb ist es sehr nachvollziehbar, dass jemand trotz spürbarer Wirkung von Ritalin spezifisch nach ADHS-Therapie sucht.
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## Welche Therapie hier passen könnte
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Für Erwachsene mit ADHS empfiehlt NICE bei Bedarf mindestens eine strukturierte, unterstützende psychologische Intervention mit ADHS-Fokus und regelmäßiger Begleitung; diese kann Bestandteile einer kognitiven Verhaltenstherapie oder eine vollständige KVT umfassen. Medikamentöse Behandlung wird empfohlen, wenn nach überprüften Umweltanpassungen weiterhin relevante Beeinträchtigungen bestehen. [nice.org](https://www.nice.org.uk/guidance/ng87/chapter/recommendations)
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Eine passende Therapie wäre nicht einfach eine allgemeine Therapie, in der nur gesagt wird „führen Sie einen Kalender“. Sie sollte idealerweise mehrere Ebenen verbinden:
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- **ADHS-spezifische KVT:** Handlungsbeginn, Zeitmanagement, Priorisieren, Umgang mit Aufschieben, Struktur, Arbeitsgedächtnis-Entlastung, Aufgaben in reale Mini-Schritte zerlegen und Rückfälle einplanen.
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- **Behandlung der Angst:** Grübeln, Vermeidungsverhalten, körperliche Alarmreaktionen, soziale Bewertungsangst und die Angst vor Fehlern oder Kritik.
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- **Selbstwert und Scham:** Die internalisierte Erzählung „Ich bin faul/kaputt/unzuverlässig“ bearbeiten und von der realen Beeinträchtigung unterscheiden.
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- **Emotionsregulation:** Frühwarnzeichen erkennen, Reaktionspausen üben, Überflutung reduzieren, Konflikte nicht erst im Ausnahmezustand klären.
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- **Alltags- und Umweltanpassung:** Wohnung, Termine, Kommunikation und Arbeit so gestalten, dass weniger Selbststeuerung „auf Abruf“ gebraucht wird.
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- **Paar- oder Angehörigengespräche, falls erwünscht:** Nicht um ADHS „zu beweisen“, sondern um Missverständnisse, wiederkehrende Konflikte, Unterstützungswünsche und Grenzen konkret zu besprechen.
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Die Forschung stützt KVT bei erwachsenen Menschen mit ADHS: Meta-Analysen berichten Verbesserungen sowohl bei Kernsymptomen als auch bei exekutiven Funktionen; Kombinationen aus KVT und Medikamenten zeigten in einer neueren Analyse besonders Vorteile für Angst/Stress und Lebensqualität. Einzel-KVT kann gerade für emotionale Belastung und Lebensqualität relevant sein. [pubmed.ncbi.nlm.nih](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41483880/)
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Ein erstes Therapieziel könnte zum Beispiel nicht „Endlich perfekt ordentlich und pünktlich sein“ heißen, sondern:
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> „Ich möchte einen Alltag bauen, in dem meine Schwierigkeiten weniger Krisen erzeugen, ich nicht jede Woche durch Überkompensation bezahle und ich mich nicht bei jedem Fehler als Mensch infrage stelle.“
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Das ist realistischer, medizinisch sinnvoller und menschlich fairer.
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## Was Freund*innen verstehen sollten
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Freund*innen und Partner müssen nicht jede Folge der ADHS mögen. Sie dürfen Bedürfnisse haben, etwa Verlässlichkeit bei Treffen, Absprachen oder ein Mindestmaß an Ordnung. Aber sie sollten die Ursache nicht moralisch umdeuten.
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Hilfreich wäre:
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- Nach konkreter Unterstützung fragen, statt offensichtliche Ratschläge zu geben.
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- Verhalten benennen, ohne Charakterurteile: „Ich brauche bis 18 Uhr eine Rückmeldung“ statt „Du bist immer so unzuverlässig.“
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- Gemeinsame Lösungen testen: Erinnerungen mit echter Konsequenz, klarer Vorlauf, feste Absprachen, Body Doubling beim Aufräumen oder eine andere Location für Treffen.
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- Nicht Perfektion erwarten, wenn jemand bereits sehr viel kompensiert.
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- Kritik nicht als Motivation verkaufen, wenn sie nachweislich Angst, Scham oder Überforderung verstärkt.
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- Anerkennen, dass sichtbare Unordnung nicht zeigt, wie viel unsichtbare Arbeit jemand bereits geleistet hat.
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ADHS erklärt Verhalten; sie hebt Verantwortung nicht auf. Aber Verantwortung bei ADHS bedeutet nicht: „Streng dich endlich normal an.“ Sie bedeutet: passende Systeme, medizinische Behandlung, realistische Absprachen, Reparatur nach Fehlern und eine Umgebung, die nicht jede Schwierigkeit in eine moralische Anklage verwandelt.
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VAULT/Aufgaben/26_08_17_Aufgaben_Forlaufend.md
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VAULT/Aufgaben/26_08_17_Aufgaben_Forlaufend.md
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# Todo‑Liste
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## Arbeit
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| Kategorie | Aufgaben |
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| **CB (Café Bach)** | • CB: **Codemäppchen in die Schlüsselmappen – Priorität, heute noch.** <br>• CB: *puppies* schreiben wegen des Überlassungsvertrages. Datei raussuchen mit den Infios, die sie dafür brauchen. <br>• CB: Willkommensdatei ändern mit den Code. <br>• CB: Code Briefchen in die Umschläge für den Schlüssel tun. <br>• CB: Kaffee‑Maschine säubern. <br>• CB: Damian Thekendienstliste schicken. <br>• CB: Nachfragen, was Johannes Kaffeeklatsch bedeutet. <br>• CB: Johannes 28.08 Theke bestätigen. <br>• CB: Mirko und Lennart Theke wollen die noch weiter machen, nochmal schauen. <br>• CB: Bach Delikat: Dennnis Schiller und die Andere… Kontakte herstellen, erst bei Johannes nachfragen. <br>• CB: Kevin hat er sich gemeldet – wie sieht es aus, wir haben den 30.08 schon bald? Christoph fragen. <br>• CB: 03.09 Apperol kaufen für die Veranstaltung, dafür Sprudelwasser & Prosecco. Eis muss vorbereitet werden, Getränkekarte muss geupdatet werden. <br>• CB: Und die Überlassungsdaten für den Trödelmarkt reingeben. <br>• CB Termine klären mit Mia für den Trödelmarkt. <br>• CB: Absprachen zur Trauerfeier nochmal checken. <br>• CB: Rechnungen sammeln, SP5‑Treffen – SP5. |
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| **CP (Checkpoint)** | • CB und CP: TIN Days wire – geht es weiter? Wir nehmen auf jeden Fall TIN Day‑Angebote mit auf ins Café Bach‑Programm. |
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| **ALLG (Allgemein)** | • ALLG: Diensthändy mit Christoph besprechen. |
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| **SP5 (Projekt unter Café Bach)** | • Anwesendheitsliste: Für Mirko unterschreiben und scannen – SP5. <br>• Feedbackbögen scannen – SP5. <br>• Mit Johannes telefonieren – SP5. <br>• WICHTIG HEUTE: Bilder posten vom SP5‑Treffen, dazu noch Text auswählen. |
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| **Sonstiges** | • Veranstatlung: Mit Sascha Sitstenich finale Absprachen machen. Treffpunkt ausmachen und Liste mit den Todos klären und Fragen mir ausdenken. <br>• Testen ob man Texte auch als Audiodatei verkörpern kann. |
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## Privat
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- Mit dem Bau der Ehrenamtsapp anfangen. Raumbuchungsapp erstmal wieder durch ChatGPT jagen.
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- Alexander München Nummer speichern.
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- MORGEN: Einen festen und guten Plan machen für die Wohnung mit verschiedenen Deadlines.
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- Arzttermine machen – Proktologe, Scholten, Ortopäde.
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- MORGEN: Wäsche waschen.
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- Server checken, und Café Bach App überprüfen.
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- Für die Raumbuchungsapp eine Ausleihliste mit Einbedenken (Funktion dann bei der Verwaltung?).
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VAULT/Prompts/architect_prompt.md
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VAULT/Prompts/architect_prompt.md
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